Steuerhinterziehung durch Zimmervermietungen über Airbnb

Wer über Airbnb Zimmer vermietet hat, steht jetzt im Fokus der Finanzbehörden

Wie die Wirtschaftswoche Anfang Mai 2018 berichtete, wollen die deutschen Finanzbehörden tausende Airbnb-Vermieter wegen möglicher Steuerhinterziehung überprüfen. Die deutschen Finanzbehörden stellten dafür ein Auskunftsersuchen an Irland, wo das weltgrößte Vermittlungsportal für Zimmer, Unterkünfte und Ferienwohnungen seinen Europa-Sitz hat. Das zuständige Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) in Bonn habe schon eine entsprechende Gruppenanfrage nach Dublin geschickt, um die Herausgabe der Daten zu erreichen.

Airbnb Zimmervermietungen in Steuererklärung angegeben?

Airbnb-Einnahmen steuerlich ausweisen

Die Namen der Anbieter von Zimmern und Unterkünften über Airbnb sollen anschließend von den deutschen Finanzbehörden daraufhin überprüft werden, ob diese in ihren Steuerklärungen entsprechende Einkünfte aus der Vermietung über Airbnb angegeben haben. Der Hamburger Finanzsenat, der die Gruppenanfrage auf den Weg brachte, teilte demnach mit, es würden „verschiedene Ermittlungen aufgenommen, um die hinter dem Angebot von Ferienwohnungen auf Online-Plattformen stehenden Steuerpflichtigen zu identifizieren und die ordnungsgemäße Besteuerung sicherzustellen“.

Steuernachzahlungen für die letzten 10 Jahre und hohe Haftstrafen

Was droht Airbnb-Vermietern, die ihre Einnahmen nicht sachgemäß für das Finanzamt über die Steuererklärung ausgewiesen haben? Grundsätzlich droht eine Steuernachzahlung rückwirkend für die letzten 10 Jahre, zuzüglich 6 % Hinterziehungszinsen pro Jahr. Weiterhin drohen Durchsuchungsmaßnahmen und sonstige Maßnahmen durch die Strafverfolgungsbehörden. Die Strafen reichen dabei je nach Größenordnung der Steuerhinterziehung von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe. Auch können anderweitige Verfahren z.B. wegen Zweckentfremdung von Wohnraum drohen.

Straffreiheit durch Selbstanzeige: So entgehen Sie einer Strafmaßnahme

Selbstanzeige nach Airbnb-Steuerhinterziehung

Wer über Airbnb seine Einnahmen durch Vermietungen nicht korrekt verteuert hat und Steuern hinterzogen hat, für den gibt es dennoch die Möglichkeit einer drohenden Strafmaßnahmen durch die Finanzbehörden zu entgehen. Möglich ist dies mithilfe einer Selbstanzeige. Das bedeutet, wer sich selbst dem Finanzamt offenbart ohne bereits in den Mühlen der Ermittlungen zu stecken, erlangt Straffreiheit trotz begangener Straftat.

Hohe Anforderungen für die Wirksamkeit einer Selbstanzeige

Jedoch Vorsicht: Die Anforderungen an die Wirksamkeit der Selbstanzeige sind mittlerweile äußerst hoch (korrekte Beachtung von Fristen, Formulierungen, Rahmenbedingungen). Sie sollten auf jeden Fall einen Steuerexperten zu Rate ziehen, der die Abwicklung einer Selbstanzeige sachgemäß auf den Weg bringt. Nur so haben Sie letztlich auch die nötige Sicherheit, dass die Selbstanzeige vor der Finanzbehörde auch Bestand hat und Sie straffrei aus der Sache kommen.

Sie suchen erfahrene Experten für die Abwicklung einer Selbstanzeige, die Sie im Falle einer Steuerhinterziehung bundesweit unterstützen?
Wir stehen an Ihrer Seite!