Durchsuchung beim Steuerberater

Bei Strafverfahren gegen Mandanten von Steuerkanzleien

Nicht selten kommt es vor, dass die Steuerfahndung mit einem Durchsuchungsbeschluss auch bei einem Steuerberater vor der Tür steht – aufgrund eines Strafverfahrens gegen einen seiner Mandanten. Grundsätzlich wird dann in einem richterlichen Beschluss (i.d.R. durch den Ermittlungsrichter) die Durchsuchung der gesamten Steuerkanzlei angeordnet.

Die Durchsuchung der Steuerkanzlei abwenden

Da der Durchsuchungsbeschluss jedoch ausschließlich der Auffindung der Unterlagen dient, die den einer Steuerstraftat beschuldigten Mandanten betreffen, kann der Steuerberater die Durchsuchung seiner Kanzlei abwenden, indem er schriftlich versichert, dass er sämtliche für die Steuerfahndung relevanten Unterlagen von den Ermittlungsbeamten beschlagnahmen lässt.

Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die persönliche Handakte des Steuerberaters beschlagnahmefrei ist. Darüber hinaus ist wichtig, dass die Herausgabe der Steuerdokumente durch den Steuerberater nicht „freiwillig“ erfolgt, sondern die Beschlagnahme von der Steuerfahndungsstelle angeordnet ist. Denn der Steuerberater unterliegt gem. StBerG der Verschwiegenheitspflicht.