Selbstanzeige: Vorsicht Stolperfalle „Umsatzsteuervoranmeldung“!

Das Thema Selbstanzeige verbindet man stets mit „nicht erklärten Kapitalerträgen aus dem Ausland“. Unternehmen laufen im Hinblick auf eine Sache besonders schnell Gefahr wegen Steuerhinterziehung belangt zu werden: nämlich in punkto Umsatzsteuervoranmeldung und deren nachträgliche Korrekturen. Wird bei der Voranmeldung der Umsatzsteuer nicht korrekt vorgegangen, kann darüber hinaus auch schnell die Möglichkeit einer Selbstanzeige verspielt werden.

Versuch der Steuerhinterziehung

UStVA: nicht eingehaltene Abgabefrist als versuchte Steuerhinterziehung

In vielen Unternehmen ist es gängige Praxis, bereits übermittelte Umsatzsteuervoranmeldungen noch nachträglich zu korrigieren, nicht selten sogar mehrfach. Das Schwarzgeldbekämpfungsgesetz aus dem Jahr 2011 hat jedoch zu einer wichtigen Änderung geführt: Die verspätete Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung wird von den Finanzbehörden bereits als Versuch einer Steuerhinterziehung gewertet. Reicht man sodann die Voranmeldung ein und entspricht diese den steuerlichen Regeln, so spricht man vom „Rücktritt des Versuchs“.

Ist die nachgereichte Voranmeldung jedoch fehlerhaft, ist man in die Falle der „unvollständigen Selbstanzeige“ getappt. Dies hat zur Folge, dass ein Steuerstrafverfahren eingeleitet wird. Der Stolperstrick besteht hier darin, dass man auf diese Weise unbewusst und dadurch ohne Beachtung der mittlerweile sehr strikten gesetzlichen Voraussetzungen eine „Selbstanzeige“ eingereicht hat – was folglich sehr schnell zur „Unvollständigkeit“ führen kann.

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