Verjährung Steuerhinterziehung

Es gelten Strafverfolgungsverjährung und Festsetzungsverjährung

Wann verjährt Steuerhinterziehung? Im Fall einer Steuerhinterziehung ist bei der Berechnung von Fristen auf zwei verschiedene Rechtsgebiete zu verweisen. Zum einen gilt auf dem Gebiet des Strafrechts die Strafverfolgungsverjährung. Zum anderen muss auf dem Gebiet des Steuerrechts die Festsetzungsverjährung beachtet werden. 

Strafverfolgungsverjährung von Steuerhinterziehungen nach 5 oder 10 Jahren

Die Strafverfolgungsfrist regelt, wie lange man für eine Tat bestraft werden darf. Steuerhinterziehung verjährt in der Regel nach 5 Jahren. Ausnahmetatbestände sind die bandenmäßige Steuerhinterziehung und die Steuerhinterziehung in großem Ausmaß. Hier liegt die Verjährung bei 10 Jahren. Die Strafverfolgungsfrist beginnt mit dem Tag der Tat: In der Praxis ist dies das Datum des fehlerhaften Bescheides. 

Festsetzungsverjährung von Steuerhinterziehungen nach 4, 5 oder 10 Jahren

Auf der anderen Seite steht die steuerliche Festsetzungsverjährung. Diese Verjährungsvorschrift legt fest, nach wie vielen Jahren für einen Festsetzungszeitraum keine Steuererklärungen mehr abgegeben, keine Steuerbescheide mehr erlassen oder in irgendeiner Weise geändert werden können. Die regelmäßige Festsetzungsverjährung beträgt prinzipiell vier Jahre, bei leichtfertiger Steuerverkürzung fünf Jahre und bei Steuerhinterziehung zehn Jahre. Bei Steuerhinterziehung beginnt die Festsetzungsverjährung mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererklärung eingereicht wurde.